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Bild von Fabian auf Pixabay

Strom wird 2026 spürbar günstiger

Nationalrat beschließt die Senkung der Elektrizitätsabgabe

Im Nationalrat wurde heute in einer Sondersitzung eine wichtige Entlastung für die Menschen in Österreich beschlossen. Die Elektrizitätsabgabe auf Strom wird im Jahr 2026 deutlich gesenkt. Damit sollen die hohen Stromkosten reduziert und die Inflation gedämpft werden. Die Entlastung wird ab Jänner 2026 auf allen Stromrechnungen spürbar sein.

Warum die Senkung notwendig ist

Die Energiepreise sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Viele Haushalte und Betriebe spüren diese Belastung bis heute. Hohe Stromkosten treffen besonders Familien, Menschen mit kleinen Einkommen sowie kleine und mittlere Unternehmen.

Mit der Senkung der Elektrizitätsabgabe setzt die Bundesregierung eine Maßnahme, die direkt auf der Stromrechnung wirksam wird.

Was sich bei der Elektrizitätsabgabe ändert

Ab dem 1. Jänner 2026 wird die Elektrizitätsabgabe deutlich reduziert. Für private Haushalte sinkt sie von 1,5 Cent pro Kilowattstunde auf nur noch 0,1 Cent. Für Unternehmen wird die Abgabe von 1,5 Cent auf 0,82 Cent pro Kilowattstunde gesenkt.

Ein durchschnittlicher Haushalt spart sich etwa 50 Euro pro Jahr. Je nach Haushaltsgröße liegt die jährliche Ersparnis zwischen rund 30 und 70 Euro. Insgesamt sinken die Stromkosten um etwa fünf Prozent. Diese Entlastung kommt direkt bei den Menschen an und hilft, die laufenden Kosten besser zu bewältigen.

Auch für Unternehmen ist die Senkung der Elektrizitätsabgabe wichtig. Ein kleines Unternehmen mit einem Jahresstromverbrauch von etwa 100.000 Kilowattstunden spart rund 680 Euro pro Jahr. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind hohe Energiekosten ein klarer Wettbewerbsnachteil. Die Reduktion der Abgabe senkt die Produktionskosten und stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich. Besonders energieintensive Betriebe profitieren zusätzlich von gezielten Unterstützungen, um Arbeitsplätze abzusichern.

Positive Wirkung auf die Inflation

Neben der direkten Entlastung auf der Stromrechnung hat die Maßnahme auch eine gesamtwirtschaftliche Wirkung. Fachleute gehen davon aus, dass die Senkung der Elektrizitätsabgabe die Inflation im Jahr 2026 um rund 0,1 Prozentpunkte reduziert.

Das ist ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung der Preise. Gerade in Zeiten hoher Teuerung zählt jede Maßnahme, die die Inflation spürbar bremst.

Kosten der Maßnahme und Finanzierung

Die Senkung der Elektrizitätsabgabe verursacht im Jahr 2026 Kosten von rund 500 Millionen Euro. Diese Entlastung wird ohne neue Schulden finanziert. Das Geld kommt nicht aus dem Steuertopf, sondern aus der Verbund AG, der Bundesimmobiliengesellschaft und der ÖBAG.

Das kürzlich beschlossene Günstiger-Strom-Gesetz wird den Strommarkt strukturell verändern. Die Senkung der Elektrizitätsabgabe ist eine gezielte Sofortmaßnahme für das Jahr 2026.

Weitere Maßnahmen folgen

Neben der Senkung der Elektrizitätsabgabe wurden bereits weitere Schritte für günstigerem Strom gesetzt. Dazu zählen ein Sozialtarif, der ab 2026 rund 600.000 Menschen gezielt entlastet, sowie Maßnahmen zur Dämpfung der Netzkosten. Öffentliche Energieversorger werden stärker in die Pflicht genommen, wenn es darum geht, bezahlbare Preise zur Verfügung zu stellen.

Diese Entlastung ist ein wichtiger Schritt, aber nicht das Ende. Ziel bleibt es, Strom langfristig leistbarer zu machen und gleichzeitig Planungssicherheit für Haushalte und Unternehmen zu schaffen.