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Schluss mit Mogelpackungen: Das Anti-Shrinkflation-Gesetz kommt

Reinhold Binder im Austausch mit der Generaldirektorin der österreichischen Wettbewerbsbehörde Dr.in Natalie Harsdorf

Viele Menschen kennen das Gefühl: Die Packung sieht gleich aus, der Preis bleibt gleich, aber der Inhalt wird weniger. Mehr Luft im Chips-Packerl, weniger Produkt für das gleiche Geld. Diese sogenannte „Shrinkflation“ ist eine versteckte Form der Teuerung. Konsumentinnen und Konsumenten zahlen gleich viel oder sogar mehr, bekommen aber weniger dafür. Genau gegen diese Praxis geht die Regierung nun entschlossen vor.

Versteckte Inflation bekämpfen

Neben der klassischen Inflation, bei der Preise offen steigen, gibt es auch diese verdeckte Form der Preissteigerung. Unternehmen reduzieren die Füllmenge, ohne den Preis entsprechend zu reduzieren. Für viele Haushalte ist das kaum nachvollziehbar und genau darauf setzen manche Konzerne. Ziel ist es, steigende Preise zu verschleiern und Konsumentinnen und Konsumenten zu täuschen.

Mehr Transparenz und klare Konsequenzen

Künftig soll es eine klare Kennzeichnungspflicht für Handelskonzerne geben. Wenn sich die Füllmenge eines Produkts verringert, muss das transparent ausgewiesen werden. Damit wird sichergestellt, dass Konsumentinnen und Konsumenten auf einen Blick erkennen können, ob sich etwas verändert hat.

Darüber hinaus werden die Strafen bei Verstößen deutlich verschärft. Wer weiterhin auf intransparente Preistricks setzt, muss mit bis zu zehnmal höheren Strafen rechnen. Damit wird klar signalisiert: Täuschung darf sich nicht lohnen.

Teil eines konsequenten Kampfes gegen hohe Preise

Das Anti-Shrinkflation-Gesetz ist Teil eines umfassenden Einsatzes gegen zu hohe Preise beim Einkaufen. In der Vergangenheit sind die Lebensmittelpreise deutlich gestiegen, während wirksame Maßnahmen ausgeblieben sind.

Jetzt wird gehandelt. Mit klaren Regeln, konsequenter Kontrolle und spürbaren Konsequenzen für Unternehmen, die versuchen, Konsument:innen zu täuschen. Transparenz, Fairness und Schutz der Menschen stehen im Mittelpunkt. Wer einkauft, soll wissen, was er bekommt und sich darauf verlassen können, nicht durch versteckte Preiserhöhungen benachteiligt zu werden.