Neues für Autofahrer:innen: Pickerl später, Laden einfacher

Der Nationalrat brachte in dieser Sitzungswoche zwei Neuerungen für Autofahrer:innen auf den Weg: längere Fristen für die Pickerlüberprüfung und einen gesetzlich verankerten Ausbauplan für E-Ladestationen. Beide Vorhaben sollen den Alltag am Steuer einfacher machen, Bürokratie abbauen und gleichzeitig die Infrastruktur fit für die Zukunft machen.
Längere Pickerl-Intervalle entlasten Autobesitzer:innen
Die erste §57a-Überprüfung, umgangssprachlich das „Pickerl“, wird künftig erst nach vier statt nach drei Jahren fällig. Danach erfolgen die Begutachtungen für sechs Jahre in einem zweijährigen Rhythmus. Erst wenn das Fahrzeug 10 Jahre alt ist, wird die Überprüfung wieder jährlich fällig. Für Autobesitzer:innen bedeutet das: weniger Kosten und weniger Bürokratie, ohne dass bei der Verkehrssicherheit Abstriche gemacht werden.
Im Gegenzug fällt die bisherige dreimonatige Nachfrist weg. Dafür kann das Pickerl künftig schon bis zu vier Monate vor Ablauf erneuert werden. Das schafft mehr Flexibilität bei der Terminplanung und erleichtert es, Werkstattbesuche frühzeitig mit dem eigenen Alltag oder einem anstehenden Urlaub abzustimmen. Die neuen Regeln gelten ab dem 19. Mai 2027.
Mehr E-Ladestellen für den Umstieg auf E-Mobilität
Immer mehr Menschen entscheiden sich für klimafreundliche E-Autos. Damit der Umstieg auf E-Mobilität noch attraktiver wird, sollen an Autobahnen und Schnellstraßen bis 2031 alle 25 Kilometer E-Ladestellen errichtet werden. So wird sichergestellt, dass auf längeren Fahrten jederzeit eine Lademöglichkeit in erreichbarer Nähe vorhanden ist und Reichweitenängste weiter abnehmen.
Auch für den Güterverkehr wird vorgesorgt: Für Lkw soll spätestens nach 60 bis 100 Kilometern eine passende Ladeinfrastruktur zur Verfügung stehen. Das ist ein wichtiger Schritt, um auch den Schwerverkehr schrittweise klimafreundlicher zu gestalten und den Einsatz elektrisch betriebener Nutzfahrzeuge zu erleichtern.
Damit die Ladezeit sinnvoll genutzt werden kann, sollen die Standorte nicht nur Strom liefern. Vorgesehen sind auch Sanitäranlagen sowie Gastronomieangebote, sodass Reisende während des Ladens eine Pause einlegen oder sich versorgen können. Das macht das Laden unterwegs komfortabler und erhöht die Attraktivität längerer Fahrten mit dem E-Auto.
Zwei kleine Schritte mit großer Wirkung
Beide Maßnahmen zeigen, dass Verkehrspolitik nicht nur große Infrastrukturprojekte umfasst, sondern auch konkrete Verbesserungen für den Alltag schaffen kann. Weniger bürokratischer Aufwand beim Pickerl und ein dichteres Netz an E-Ladestationen sorgen dafür, dass Mobilität einfacher, moderner und zukunftsfit wird, ob beim Werkstatttermin oder auf der Fahrt mit dem E-Auto in den Urlaub.
