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Frauenquote in Aufsichtsräten: Ein wichtiger Schritt nach vorne

KI-generiertes Bild

Wer sitzt eigentlich in den Aufsichtsräten der großen börsennotierten Unternehmen in Österreich? Lange Zeit: vor allem Männer. Das ändert sich jetzt.

Im Nationalrat wurde beschlossen, die Frauenquote in Aufsichtsräten börsenotierter Unternehmen von 30 auf 40 Prozent anzuheben. Künftig sollen mindestens 40 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder Frauen sein und mindestens 40 Prozent Männer. Die neuen Regeln gelten ab Wahlen und Hauptversammlungen nach dem 31. Dezember 2026.

Ein Schritt in richtige Richtung

Die Anhebung der Quote ist nicht nur eine Umsetzung von EU-Recht, sie geht bewusst darüber hinaus. Während die EU-Vorgaben nur einen Teil der Unternehmen erfassen würden, sollen in Österreich alle börsennotierten Gesellschaften unter die neue Regelung fallen. Das ist ein klares Bekenntnis: Gleichstellung in Führungspositionen ist kein Nice-to-have, sondern ein Muss.

Mehr Transparenz in Unternehmen

Ergänzend zur neuen Quote müssen betroffene Unternehmen künftig im sogenannten Corporate-Governance-Bericht offenlegen, wie sie bei der ausgewogenen Vertretung von Frauen und Männern in ihren Führungsgremien vorankommen. Wer also noch weit von der Quote entfernt ist, muss das künftig öffentlich erklären. Das schafft Druck und das ist gut so.

Für nicht börsenotierte Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bleibt die bisherige Quotenregelung unverändert bestehen. Hier gibt es also vorerst keine Verschärfung.

Der Weg ist noch nicht zu Ende

Unterm Strich ist die Anhebung auf 40 Prozent ein wichtiger und richtiger Schritt. Frauen sind in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert, nicht weil es an Qualifikation mangelt, sondern weil es an fairen Strukturen fehlt. Klare Regeln helfen, das zu ändern.

Quelle und Grafik: kontrast.at