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Aktuelle Stunde: Aufschwung sichern, Arbeitslosigkeit senken: Fachkräfte, Beschäftigung und Standort stärken

© Parlamentsdirektion/​Ulrike Wieser

Die wirtschaftliche Lage bleibt herausfordernd. Das zeigt sich auch am Arbeitsmarkt: Im August 2026 waren in Österreich rund 311.000 Menschen arbeitslos gemeldet, weitere rund 64.000 befanden sich in Schulungen. Umso wichtiger ist es, Beschäftigung zu sichern und Menschen dabei zu unterstützen, wieder einen Arbeitsplatz zu finden. Gleichzeitig brauchen unsere Betriebe gut ausgebildete Fachkräfte, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Qualifikation schafft Perspektiven

Ein wichtiger Schwerpunkt liegt deshalb auf Aus- und Weiterbildung. Das AMS erhielt für 2025 und 2026 insgesamt 390 Millionen Euro zusätzlich, insbesondere für die Fachkräfteoffensive.

Seit 2026 stehen außerdem jährlich 150 Millionen Euro für die Weiterbildungszeit zur Verfügung. Sie richtet sich besonders an Menschen mit geringer Qualifikation und soll neue berufliche Möglichkeiten eröffnen.

Denn die Arbeitswelt verändert sich. Digitalisierung, neue Technologien und der wirtschaftliche Wandel verändern Berufe und Anforderungen. Weiterbildung wird deshalb für Beschäftigte ebenso wichtig wie für unsere Unternehmen.

Ältere Menschen stärker unterstützen

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Mit der Aktion 55+ sollen ältere Langzeitarbeitslose wieder besser in den Arbeitsmarkt integriert werden. Gefördert werden kollektivvertraglich bezahlte Arbeitsplätze.

Ab 2027 kommen zusätzlich 100 Millionen Euro pro Jahr für die Förderung älterer Arbeitnehmer:innen hinzu. Dabei geht es auch darum, vorhandene Erfahrung und Wissen in den Betrieben zu halten und Menschen neue Chancen zu geben.

Den Wandel am Arbeitsmarkt begleiten

Ab 2028 kommt zusätzlich ein neuer Arbeitsmarkt-Transformationsfonds. Bis 2030 sind dafür 160 Millionen Euro vorgesehen. Unterstützt werden sollen insbesondere Menschen, deren Arbeitsplatz sich durch Digitalisierung oder den wirtschaftlichen und ökologischen Wandel verändert.

Für mich ist entscheidend, diesen Wandel aktiv zu begleiten. Ein starker Wirtschaftsstandort braucht erfolgreiche Unternehmen aber genauso Menschen, die gute Arbeit finden und die Chance bekommen, sich weiterzuentwickeln.

Deshalb gehören Wirtschaft, Beschäftigung und Qualifizierung zusammen. Wenn wir in Fachkräfte investieren, Menschen beim Wiedereinstieg unterstützen und Weiterbildung ermöglichen, stärken wir nicht nur den Arbeitsmarkt, sondern auch unseren Wirtschaftsstandort.